Sunday, August 14, 2005

Edmund erreicht, dass Stoiber stolpert

Was hat sich der Ede dabei gedacht, als er die Ostdeutschen "frustriert" nannte? Und wen hat er genau gemeint? Die aus dem Osten in den Westen gegangenen Geburtsostler oder alle in den neuen Ländern lebenden Menschen, also einschließlich der Westler, die nach der Wende in den Osten gingen, um ihre eigentlich gescheiterte Karriere doch noch zu retten oder die, die der Anziehungskraft von Städten wie Dresden, Leipzig, Potsdam und Berlin-Mitte nicht widerstehen konnten?
Hinter Stoibers Haltung, die ja auch Beifall anderer Süddeutscher gefunden hat, steckt der ewige Unions-Irrglaube, in der alten Bundesrepublik die strukturelle Mehrheit zu stellen. Gespeist wird sie aus der Quelle der Wahlsiege von Konrad Adenauers Zeiten bis Helmut Kohls. Doch einserseits gibt es ein demokratisches Deutschland noch nicht lange genug, um zu einem solchen Ergebnis zu kommen und zum anderen gewann bei hoher Wahlbeteiligung eher die SPD.
Im Osten wohnt mehrheitlich der Wechselwähler, der sich völlig demokratisch vor jeder Wahl neu entscheidet im Gegensatz zum langjährigen Parteimitglied, dass jedes Mal hinter den gleichen Buchstaben ein Kreuz macht. Ist das wirklich so? Woher kommen dann die konstant hohen Werte für die PDS (die Schwäche der SPD im Osten macht übrigens die Erststimme ziemlich wertlos, wenn man nicht CDU- oder PDS-Wähler ist)?
Mal sehen, wer sich im Wahlkampf von Unionsseite in den Osten wagt. Vielleicht sind die Schwarzen aber viel zu frustriert. Morgen kommt erstmal der Kanzler mit seinem süffisanten Lächeln nach Dresden.

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